CRED – Songs From The Vault
Town And Towers Records (2026)

(10 Stücke, 36:36 Minuten Spielzeit)

CRED ist eine schwedische Post-Punk-/Synthpop-/Darkwave-Band, die aktuell aus Bjarne Sund und Sänger Hans Karlsson besteht. Am 12.12.2025 erschien ihr Debütalbum „Songs From The Vault“, das auf neuem Material, neu interpretierten Ideen früherer Tracks und neu gestalteten Klanglandschaften basiert und die unverwechselbare Mischung der Band aus atmosphärischen Synthesizern, pulsierenden Rhythmen und emotionalen Melodien präsentiert.


Inspiriert von Synthpop-Pionieren der 80er Jahre wie Depeche Mode, OMD, Elegant Machinery und Pet Shop Boys, etablierte sich CRED mit Veröffentlichungen wie „Every Loss“ und „Bleed“ schnell in der skandinavischen Elektronikszene. Musik mit einem geradlinigen, klaren Beat und großartigen Texten. Der sanfte, croonende Gesang über kriechende Schatten und verblassende Nächte wirkt cineastisch und herzlich. Ihr Track „Chasing” hätte vielleicht als Soundtrack für einen John-Hughes-Film dienen können.

Das Album enthält sieben Stück plus drei alternative Versionen, darunter zwei von den auf dem Album befindlichen Songs.

Das dreiminütige „Meaning“ eröffnet das Album und zeigt gleich in welche Richtung es dort geht. Das elektronisch bestimmte Stück erinnert stark an Bands der Marke Depeche Mode. Das liegt sicherlich auch an der Gesangsstimme von Hans Karlsson, die sehr nahe an Dave Gahan, dem Sänger von Depeche Mode, heranreicht.

Das rhythmische „For Your Eyes“ hat neben Depeche Mode-Feeling auch ein gewisses Yazoo-Esprit. Auch die anderen Stücke weisen stark in die Richtung von Depeche Mode und hätten auch Songs eines verschollenen Albums der britischen Band sein können.

Die alternative Version von „Meaning“ fällt wesentlich basslastiger aus als die Originalversion und besitzt daher mehr Wumms. Und die alternative Version von „The Fall“ kommt straighter rüber.

Das Album „Songs From The Vault“ von CRED kann ich nur jedem Depeche Mode-Fan der elektronischen Phase empfehlen, da die Stücke viel Esprit der britischen Band aufweisen. Dazu kommt die stimmliche Nähe zu Dave Gahan, die Hans Karlsson in den Songs an den Tag legt.

Stephan Schelle, Februar 2026

   

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