Ted Russel Kamp – California Son
KZZ Music (2024)

(12 Stücke, 46:26 Minuten Spielzeit)

Der US-amerikanische Musiker Ted Russel Kamp, der als „good-natured bad-ass bassist” in L.A. bekannt ist, hat am 22.03.2024 sein 14. Studioalbum „California Son“ veröffentlicht. Das Album spiegelt Kamps Entwicklung als Künstler und als Mensch während seines 24-jährigen Aufenthalts in der pulsierenden Stadt Los Angeles wider.


„California Son“ wird von Kamp als sein bisher persönlichstes Werk beschrieben, in dem sich Rock-, Folk- und Country-Einflüsse zu einem reichhaltigen und vielfältigen musikalischen Erlebnis verbinden. Das Album mit seinen 12 Tracks zeigt Kamps Vielseitigkeit als Songwriter, Indie-Künstler und Produzent, der sich mit beschwingten Rhythmen und poetischen Balladen auseinandersetzt.

Kamp, der ursprünglich aus New York stammt und dort Jazzmusik studiert hat, betont, wie sehr Kalifornien seinen künstlerischen Ausdruck beeinflusst hat. Er erzählt: „Das Leben in Kalifornien hat mich verändert, und ich bin gewachsen. ‘California Son’ ist ein Leitmotiv, das hilft, alle anderen Songs zusammenzuhalten. Es ist auch eines der autobiografischsten Stücke, die ich geschrieben habe.“

Bei den Stücken des neuen Albums flossen klassische kalifornische Country-Einflüsse ein, wobei Kamp sich von Musikern wie Jackson Browne und den Harmonien der Beach Boys, den Byrds und der Eagles hat inspirieren lassen.

Gestartet wird mit dem 4:28minütigen Titelsong, der eine Menge Countryfeeling verströmt und im Singer/Songwriter-Stil gehalten ist. Rockiger wird es dann im folgenden 3:11minütigen „Hard To Hold“, das an die Musik eines Tom Petty erinnert. Vor allem die fetten Gitarren sorgen für einen voluminösen Sound.

„Shine On“ ist eine Zusammenarbeit mit Paul Lacques und Rob Waller von I See Hawks in LA. Der Song mit seinem mehrstimmigen Gesang und der Slidegitarre erinnert dabei an Bands der Marke Eagles. Mit „Ballad Of The Troubadour“ und „Firelight“ finden sich dann zwei sanfte Balladen im Countrystil auf dem Album. Dazwischen hat Ted Russel Kamp mit „High Desert Fever“ einen sehr flotten Countrysong platziert.

Das folgende „Miracle Mile“ erinnert dann mit seinem Rockappeal wieder an Tom Petty & Co. Mit dem 3:17minütigen „Hangin’ on Blues“ hat er dann eine Hommage an die kalifornische Country-Folk-Ikone Merle Haggard auf dem Album. Hier begleitet sich Ted Russel Kamp nur am Bass, was eine besondere Stimmung verströmt.

Die beiden rockigen Nummern „Roll Until The Sun Comes Up“ und „Every Little Thing“ (letzteres wieder mit Tom Petty-Appeal) beschließen dann das Album.

Mit „California Son“ hat der US-amerikanische Musiker Ted Russel Kamp ein Album eingespielt, das zwischen Singer/Songwriter und Countryrock wandelt. Darauf finden sich auch Songs die stilistisch an Tom Petty und den Eagles andocken.

Stephan Schelle, Mai 2024

   

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